Brüssel

Von Velten nach Brüssel

Mittwoch, 03. Mai 2017

Brüssel

Wir stehen um acht auf, frühstücken auf dem Zimmer und fahren mit der Tram zum Grand Place, wo um zehn eine Gratis-Führung stattfinden soll. Tatsächlich stehen dort 3 Teams, die auf Interessierte warten. Wir entscheiden uns für „VIVA BRUSSELS“, die Führungen in Spanisch und Englisch anbieten und müssen mit etwa weiteren 15 Personen noch zehn Minuten warten. Kurz darauf begrüßt uns Dora, die sich als unser griechisch-amerikanischer Guide vorstellt und erst einmal jeden einzelnen fragt, wie er heißt und woher er kommt. Die Leute in unserer Gruppe kommen aus den USA, Singapur, Japan, Serbien, Großbritannien und Australien. Wir sind zusammen mit einer Chinesin die einzigen, die aus Deutschland kommen.

Dora ist jemand, der seinen Job als Fremdenführer leidenschaftlich ausübt, das merkt man sofort. Die nächsten 2 ½ Stunden sind sehr interessant und vergehen wie im Fluge. Wir besuchen mit ihr die wichtigsten Highlights der Altstadt von Brüssel und natürlich auch Männeken Pis (und seine Schwester) sowie die St. Michaels-Kirche und den Königs-Palast. Die Erfindung der Praline geht darauf zurück, dass ein Apotheker namens Neuhaus auf die Idee kam, bittere Medizin in einer Schokoladen-Umhüllung zu verkaufen. Sein Enkel hat dann einfach die Medizin weg gelassen.

Wir erfahren auf unterhaltsamer und pointierter Art und Weise viel über die Geschichte Brüssels und Belgiens und geben ihr sehr gerne am Ende der Führung ein TIP. Anschließend wird noch ein Foto von allen für die Facebook-Seite von „VIVA BRUSSELS“ gemacht. Das Wetter hat sich Gott sei dank nicht an die Vorhersagen der Wetter-App gehalten und zum Schluss kam sogar etwas Sonne hervor.

Wir drei gehen nun zurück zur Kirche des Heiligen Michaels, und halten dort Andacht. Hier gibt es u.a. eine wirklich beeindruckende Holzkanzel aus dem 17. Jhrd. zu bestaunen.

Im Anschluss geht es per Tram und Metro zum Atomium im Norden der Stadt. Dieses Ding wurde 1958 anlässlich einer Weltaustellung errichtet und ist bis heute das Wahrzeichen Brüssels. Für €12,- fährt man in einem Fahrstuhl in die oberste der Kugeln, in der sich eine Ausblick sowie ein Restaurant befindet. Im letzteren bestellen wir uns ein Käffchen bzw. eine heiße Schokolade und genießen das Panorama. Runter wärts geht es wieder mit dem Fahrstuhl und danach erkunden wir noch die anderen Kugeln, die man über normale oder auch mit Rolltreppen erreicht und in denen sich Ausstellungen über das Atomium und eine belgische Airline befinden.

Abends geht erst Jule nochmal alleine zu Fuß in die Innenstadt, später folgen wir ihr und treffen sie am Grand Place. Wir kaufen Souvenirs und beschließen dann, in eine Bierbar zu gehen, um verschiedene belgische Biersorten zu probieren, von denen es über 1600 geben soll. Danach laufen wir zum Justizpalast, der etwas oberhalb der Altstadt liegt und beobachten den Sonnenuntergang über Brüssel. Mit der Tram fahren wir zurück zum Hotel.

Der nächste Tag: Von Brüssel nach Orléans

Advertisements