Barcelona 2011

13. bis 17. Juni 2011

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Pfingstmontag, 13.06.11

4.45 Uhr aufgestanden

6.00 Uhr mit Ruck-Zuck-Taxi-Schmuck nach TXL und dort 2 Stunden rumgesessen. 8.50 Start, Viele Jugendliche im Flugzeug,, wahrscheinlich Klassenfahrt. Ziemlich wolkig. Die Mahlzeit besteht aus einem Käsebrötchen (alternativ: Salamistulle). Ankunft 11.05 Uhr. Taxi („Hola!“) zum Hotel. Erfreulicherweise dürfen wir unser Zimmer 508 schon beziehen.

Kurz geduscht und los geht’s. 5 min. Fußweg bis zur nächsten Tramstation und dann 20 min. bis Station „Maria Cristina“ und noch mal 20 min. mit der Metro ins Stadtzentrum. Straßen- sowie U-Bahn sind gut bis zu gut klimatisiert. Wir steigen in der Nähe des Hafens aus und laufen durch die Gassen der Altstadt. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, weil heute Pfingstmontag ist. Bei „Tapas Gaudi“ bestellen wir einige Tapas mit „Würstchen Neapolitano“ u.a. und verschätzen uns in der Menge, so dass wir uns den Rest einpacken lassen müssen. Anschließend laufen wir zum „Palau de la Musica Catalana“, ein einzigartiges Jugendstil-Konzerthaus, das von 1905 bis 1908 von einem gewissen Lluis Domenech i Montaner errichtet wurde. Wir nehmen an einer Führung teil, in der wir viele interessante Details über dieses Haus erfahren. Grundidee dieses Palastes ist es, den Stolz der Katalanen auf ihre Eigenständigkeit aber auch den Völker verbindenden Charakter der Musik zu betonen. Sämtliche Baumaterialien stammen aus der Region, nur die Orgel kommt aus Ludwigsburg. Heute finden in dem zum Unesco-Kulturerbe zählendem Konzerthaus Musikaufführungen unterschiedlichster Art statt. Nach dem Verlassen werden noch ein paar Fotos von der Fassade gemacht.

Ein paar Häuserecken weiter kommen wir an den „Arc de Triomf“, der 1888 anlässlich der 1. Weltausstellung in Barcelona errichtet wurde. Dahinter beginnt ein von Palmen gesäumter Boulevard, der zum „Parc de la Ciutadella“ führt, ein hauptsächlich von Barcelonesen mit ihren Kindern und Hunden genutzter Erholungspark und Zoo. Der gesamte Park macht einen sehr gepflegten Eindruck. Uns tun langsam die Füße weh. Wir laufen noch mal quer durch Park und Altstadt und steigen an der Rambla in die Metro. Brot, Wasser und Bier holen wir an der Tanke gegenüber der Tram-Haltestelle und kurz nach 20.00 Uhr sind wir wieder im Hotel, von wo wir in Deutschland anrufen und die restlichen Tapas-Portionen verzehren.

 

Dienstag, 14.06.11

Gegen 8.30 Uhr aufgestanden, kein Frühstück im Hotel, weil nicht mitgebucht, weil zu teuer (€12,-./Tag und Person). Mit Tram T3 zur Maria Cristina. Il Corte Ingles hat noch zu. Weiter mit M3 bis Catalunya, dem Eintrittstor zum Viertel Eixample und wo die Passeig Gracias beginnt. An dieser Magistrale liegen die bekanntesten Gaudi-Häuser, wie z.B. Casa Mila und Casa Battlo. Da die Strassennamen schwer zu finden sind, laufen wir erst die falsche Strasse entlang. Nach 2 km ohne Casa Mila und Casa Battlo merken wir, dass wir nicht richtig sind und schwenken nach Süden. Frühstück bei Starbucks (€10,- für beide)in der Passeig Gracias. Jetzt sind auch die Gaudi-Häuser schnell zu finden, alleine schon durch die Touristentrauben davor. Wir sparen uns die €14,-/ Person Eintritt und machen Fotos von den Fassaden. Entlang der Mallorca-Strasse stößt man nach einiger Zeit auf die Sagrada Familia. Hier ist natürlich die Hölle los. Vor dem Gebäude stehen massenweise Reisebusse und die Schlange vor dem Ticketschalter reicht fast um die halbe Kathedrale (Eintritt: €12,-, mit Lift €15,-). Wir verzichten auch auf dieses Vergnügen, zumal das ganze noch sehr an eine Baustelle erinnert, und machen ein paar Außenaufnahmen.

Mit der Metro (die Abkühlung tut gut) fahren wir bis zur Station „Paral-lel“ und steigen dort in die Funicular Richtung Montjuic. Anschließend geht’s mit einer Seilbahn-Gondel hoch zur Festung. Die Aussicht ist fantastisch: im Süd-Osten der Hafen und das Mittelmeer und im Norden und Westen das Häusermeer. Während der Franco-Zeit diente die Festung als Gefängnis und Hinrichtungsstätte. Nach etwa einer Stunde auf der weitläufigen Festungsanlage, wo wir leider meistens auch der Sonne ungeschützt ausgesetzt sind, rasten wir auf einer schattigen Parkbank und steigen dann wieder in die Seilbahn. Wir verlassen die Gondel und laufen in Richtung Palau Nacional, in dem sich das MNAC (Museu Nacional d’Art de Catalunya) befindet und durchqueren dabei einen lauschigen Park. Der Palau ist ein neobarockes Gebäude, das anlässlich der Weltausstellung 1929 errichtet wurde. Oberhalb befindet sich das Olympia-Gelände von 1992. Im Stadion-Shop kaufen wir eine Barcelona-Tasche für Jule und Ansichtskarten. Vom Vorplatz des Palau Nacional hat man ein Blick auf das ursprüngliche Messegelände mit riesigem Springbrunnen (gerade nicht an) und 2 San-Marco-Kampanilen-Kopien. Dahinter befindet sich der Placa d’Espanya mit der Stierkampfarena (leider jetzt zu einem Einkaufszentrum umfunktioniert, aber mit einer schönen rundum laufenden Aussichtsplattform).

Mit der Metro M3 geht’s zurück zur Maria Cristina und dann mit Tram L3 Richtung Hotel. Eine Station vor unserem Ziel steigen wir aus und gehen in einen Mercadona, um Brot, Würstl, Käse, Salz- und Pfefferstreuer, Kirschen und Bier zu kaufen. Wir sind gegen 20.00 Uhr im Hotel und Jule ruft Mama an und chattet in der Hotel-Lobby mit Thomas.

 

Mittwoch, 15.06.11

Wir stehen um 9.00 Uhr auf und fahren wie immer ohne Frühstück mit der T3 bis „Zona Universitaria“, wo wir in die Metrolinie L3 umsteigen, mit der wir zur Station „Vallcarca“ fahren. Über eine sehr steile Straße und dann mit mehreren Rolltreppen, von der eine kaputt ist, erreichen wir den Park Güell. Kurz vorher kaufen wir uns ein Sandwich, das wir an einem schattigen Platz verzehren. Einem Akkordeonspieler, der uns dabei was vordudelt, schenkt Jule 40 Cent. Der von Antoni Gaudi gestaltete Teil des Parks mit den einzigartigen Mosaik-Skulpturen und -Gebäuden ist dermaßen von Touristen überlaufen, dass wir nach ein paar Fotos das Weite suchen.

Wir laufen durch einige Gassen zur Metrostation „Lesseps“ und fahren von dort bis zur Placa Catalunya. Dort startet ein unterirdischer Zug, der uns Richtung Norden bis zur Avinguda del Tibidabo bringt. Hier soll eigentlich eine schöne alte blaue Tram weiter Richtung Tibidabo fahren. Das tut sie aber nur am Wochenende. Deswegen fährt ein Bus. Der bringt uns bis zur Talstation der Funicular Tibidabo und mit der sind wir dann endlich auf dem höchsten Berg Barcelonas angekommen. AMAZING VIEW!!! Vor uns liegt die gesamte Stadt mit allen ihren Häusern, Türmen, der Sagrada Familia, dem Montjuic und dem Mittelmeer. Auf dem Tibidabo thront eine Kirche, die erst 1961 fertig gestellt wurde und mit einem die Arme ausbreitenden Jesus oben drauf. Vor dem Gotteshaus befindet sich ein Vergnügungspark, der älter ist als die Kirche selber und der sich den Charme des vorletzten Jahrhunderts erhalten hat. Der Park ist zwar offen aber es sind noch nicht alle Fahrgeschäfte einsatzbereit. Dafür ist der Eintritt frei. Man kann aber schon mit einer Propeller-Flugzeug-Attrappe oder einem 2-stöckigem Karussell vor dem Panorama der Stadt ein paar Runden drehen. In einer Art Museum werden alte mechanische Jahrmarktsattraktionen ausgestellt. Wir trinken eine Cola light (Papa) bzw. essen ein Eis (Jule) und laufen dann einmal auf der Empore der Kirche um diese herum. Dann geht’s per Funicular, Bus, Eisenbahn und Metro zurück ins quirlige Barcelona. An der Station “Barceloneta“ steigen wir aus und laufen durch die enge Gassen dieses „Klein_Barcelonas“, in denen über uns die Wäsche baumelt, in Richtung Platja. Dort bestellen wir uns in einer Strandbar eine Coke mit Eis und ein Wasser und beobachten das Treiben der Leute am Strand. Leider haben wir keine Badesachen dabei aber mit den Füßen gehen wir dann schon mal ins Wasser.

Mit einem Bus der Linie 64 sollte es nun eigentlich zur Metrostation „Paral-lel“ gehen – aber nachdem wir eingestiegen sind, fährt dieser Bus eine völlig andere Route. Nicht nur wir schauen verdutzt und eine Mitfahrerin erklärt uns, dass heute eine Form von katalanischem Streik stattfindet und dass sich die Busfahrer durch chaotisches Rumgegurke daran beteiligen. Auf meine Frage, ob sich der Protest gegen die Regierung richte, meinte die Dame, nein, der richtet sich gegen alles (?). Wie dem auch sei, wir dürfen nach einer ungeplanten Sightseeing-Tour an der Station „Drassanes“ an der Kolumbus-Säule aussteigen und wechseln in die Metrolinie L3.

Hier geht das Chaos weiter…

Unsere Tram T3 „Destinacion Sant Filiu Consell Comercall“ fährt aber dann zuverlässig und wir sind gegen 20.00 Uhr an unserer täglichen Ausgangsstation „Rambla de Sant Just“.

Erstmals erkunden wir heute ein wenig das nähere Umfeld unseres Hotels und finden einen kleinen Supermarkt, wo wir Brot und Getränke kaufen.

Das darf nicht wahr sein! Außer dem halben Sandwich heute früh haben wir heute den ganzen Tag nichts gegessen…

In einem offenbar lokalem TV-Sender berichten sie abends über heftige Protest-Aktionen aus Barcelona von Orten, die uns bekannt vorkommen.

 

Donnerstag, 16.06.11

9.30 Uhr aufgestanden und bis „Drassanes“ (Kolumbus-Säule und südl. Anfangspunkt der Rambles) gefahren. Beim Umsteigen an „Maria Cristina“ gehen wir endlich mal ins Il Corte inglese (ein Kaufhaus) und kaufen Briefmarken in einem Postamt im 5 Stock. Frühstück dann bei Subway an der Rambla. Weiter entlang des Boulevards, vorbei an Händlern, Gauklern und Hütchenspielern sowie einer schönen Markthalle. Bei fnac am Pl. Catalunya erwerben wir ein Wörterbuch Deutsch-Katalan. Im Shop des Palau Musica Catalan kauft sich Papa ein kleines Poster. Wir sind nun auf der Suche nach Souvenirs für die Lieben daheim. Bei einem Inder kaufen wir das übliche Zeugs und bezahlen €50,-. Dann Cola, Eis und 3 kleine Kartoffelklops-Tapas in einem Straßen-Restaurant. Jule schlägt vor, eine Hafenrundfahrt zu machen und wir laufen zurück zum Kolumbus. Bis zur nächsten Dampferfahrt ist es noch eine Stunde Zeit, und die schlagen wir in einem großen Einkaufszentrum im Hafengebiet tot. Die (Schwalbe) startet um 15.30 Uhr und tuckert mit uns entlang der Küste Richtung Norden und wieder zurück. Da eine frische Brise weht und der Kahn schön schaukelt, ist es sehr angenehm an Bord. Barcelona macht auch vom Meer gesehen aus einen attraktiven Eindruck. 17.00 Uhr sind wir zurück und mit der L3 fahren wir Richtung Hotel, steigen aber eine Station zu früh aus und gehen in einen schönen Park, den der Herr Güell zu seiner Zeit dem spanischen König geschenkt hat. Dort halten wir uns etwa eine Stunde auf und fahren dann mit unserer Tram T3 ein letztes Mal zurück. Noch einmal gehen wir in den Supermarkt von gestern und danach ins Hotel. Wieder kaum was gegessen heute. 3 Monate Spanien und wir sind beide auf Normalgewicht…

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